Wir zeigen Menschen.

Lerne unsere Darsteller kennen!

 

"Nie und nimmer hätte ich gedacht, dass ich jemals Flüchtling sein werde."

 

Hallo, ich heiße Zakia. Du siehst mich im Film "Bilder". Ich bin mit Ammar, den du hier unten kennen lernen kannst, verheiratet. Zusammen haben wir drei Kinder: Mahmoud, Achraf und unsere kleine Tochter Judy, die hier in Deutschland geboren ist. Ich habe mit meinem Haushalt und unseren drei Kindern alle Hände voll zu tun. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals auf der Flucht sein werde, weg von meinem Zuhause in Syrien. Auch wenn ich hier nicht daheim bin, bin ich dankbar, dass wir in Deutschland in Sicherheit leben können. 

 

"Manchmal denke ich 'das hat doch alles keinen Sinn'. Wie soll es nur weitergehen?"

 

Hallo, ich bin Ammar und komme aus Damaskus. Ich bin in gleich zwei Filmen zu sehen: in "Ammar und Fadi" und in "Bilder". Wir wohnten als Familie in einem großen Haus in Damaskus. Als Manager einer größeren Firma habe ich sehr gut verdient. Wir hatten ein prima Leben in Syrien. Nach unserer Ankunft in Deutschland haben wir über acht Monate bei einer deutschen Familie unter einem Dach gelebt.  Wir nennen uns mittlerweile nicht mehr nur Freunde, sondern Bruder und Schwester. Ich sehne mich, irgendwann wieder wie früher morgens zur Arbeit zu gehen und ein normales Leben zu führen. 

 

 

"Meine Eltern, Brüder und Schwestern, meine Freunde und meine Arbeit - all das fehlt mir sehr."

 

Hallo, mein Name ist Fadi. Ich erzähle meine Geschichte im Film "Ammar und Fadi". Ich war Polizist in Damaskus. Ich ging jeden Tag zur Arbeit, derweil meine Frau Asalah sich zuhause um unsere sieben Kinder kümmerte. Als ich eines Morgens zu unserer Polizeistation kam, war diese zerbombt und meine Kollegen lagen tot vor mir in ihrem Blut. Daraufhin flohen wir. Unsere Flucht dauerte über fünf Jahre. Vor kurzem ist unser jüngster Sohn autistisch geworden. Manche Ärzte meinen, dies sei wohl wegen der traumatischen Erlebnisse gekommen. Ich hoffe, alles wird irgendwann einmal wieder gut...

 

"Nur wenn wir uns in der Tiefe berühren lernen, kann wahre Begegnung stattfinden."

 

Hallo, ich heiße Birgit Stoll. Ich wirke im Film "Bilder" mit. Mit meinem Mann Michael leite ich das Susohaus in Überlingen und unser neu gegründetes Lebenskloster. Hier begegnen sich Menschen, die im Dialog und in der Stille Wege in ein erfülltes Leben suchen. Kunst, Musik, Philosophie und vor allem das Gespräch sind uns ein Anliegen. Zu einer gelungenen Lebenspraxis gehört auch die Offenheit für das Neue, Fremde, Andere. Im Miteinander versuche ich daher, genau das zu pflegen - offen zu sein für die anderen Menschen und eine gute künftige Welt.  

 

 

 

"Einem Fremden zu begegnen heißt sich selbst zu begegnen."

 

Hallo, mein Name ist Andreas Stoll. Du kannst mich im Film "Bilder" sehen.  Ich bin der Schwager von Birgit, die ihr ja oben schon kurz kennen gelernt habt. Mit Geflüchteten bin ich schon seit Jahren unterwegs. Ich merke, dass ich aus den Begegnungen mit ihnen beschenkt herausgehe. Wenn ich einem Fremden begegne, begegne ich immer auch ein Stück dem Fremden in mir selbst. Ich lerne mich selbst dadurch besser kennen und spüren. Das tut mir, meiner Familie und den Menschen, mit denen ich zu tun habe, gut. 

 

"Ich war blind. Vieles wollte ich wahrscheinlich auch gar nicht sehen." 

 

Hallo, ich bin Ahmad. Ich erzähle meine Geschichte im gleichnamigen Film. Von meinem Heimatland Syrien bin ich enttäuscht. Vieles habe ich nicht gesehen, als ich dort noch lebte. Aber so ist es wohl immer: Wenn im Leben alles glatt läuft, kümmern wir uns nicht. Heute gehe ich bewusster durchs Leben. Der unerwartete Krieg, meine lange Flucht und die zerbrochenen Illusionen haben mich geprägt, mich sensibler gemacht. Mich schmerzt, dass ich meine Familie, die noch in Syrien ist, nicht um mich habe. Ich muss schauen, dass ich hier mein Leben aufbaue...